Auch wenn konservative Geister uns glauben machen wollen, dass die Energiewende Humbug ist – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch klimapolitisch – wir wissen, dass das nicht stimmt. Die Zahlen sprechen da eine ganz deutliche Sprache. So teilt die Bundesregierung auf ihrem Online-Portal die Zahlen mit. Kurz und knapp: „Der Anteil regenerativer Energien am Stromverbrauch lag 2014 bei knapp 28 Prozent.“
Und wie sieht es mit 2015 aus? Der Inverstorverlag zeigt sich da optimistisch: „Wenn jetzt noch die Sonne mitspielt, wird der Anteil der erneuerbaren Energie an der gesamten Stromproduktion in Deutschland bis Ende des Jahres auf über 30% steigen.“ Wer den Zahlen nicht glaubt, der kann in dem aktuellen Monitoring-Bericht des Wirtschaftsministeriums nachschauen, der vierte ist im November erschienen. Dort heißt es im Kapitel „Zentrale Botschaften des vierten Monitoring-Berichts“: „Die erneuerbaren Energien sind Deutschlands wichtigste Stromquelle. Der Anteil erneuerbarer Energie am Stromverbrauch lag im ersten Halbjahr 2015 erstmals über 30 Prozent. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor liegt Deutschland auf Zielkurs.“ Zielkurs, für uns ein wichtiges, weil weichenstellendes, Wort. Wir haben nicht nur etwas quantitativ verändert, sondern auch nachhaltig am Energiekurs geschraubt. Merkwürdig, dass SPON behauptet, „Das Vorzeigeprojekt Energiewende ist bedroht. Die ökologische Aufbruchsstimmung schwindet.“
Liegt es vielleicht an den Energieausgaben der privaten Haushalte? Grundsätzlich: Die Energiekosten für die privaten Haushalte gehen zurück. Die Zahlen liefert wiederum der Monitoring-Bericht: „ Nach Schätzungen gibt ein Ein-Personen-Haushalt im Jahr 2015 insgesamt rund 2.157 Euro für Energie aus. Das sind 110 Euro weniger als im Vorjahr.“ Worauf der Bericht aber leider nicht direkt eingeht. Sinkt der Energiepreis der Versorger im gleichen Verhältnis wie die Preissenkungen im internationalen Rohstoffmarkt? Nö, tut er nicht. Dafür erwähnt dieser: „Bei Erdgas kam es zu weiteren, deutlichen Preissenkungen. Der deutsche Grenzübergangspreis für Gas lag im Jahr 2014 im Durchschnitt bei 6.538 €/TJ. Er sank damit um rund 15 Prozent gegenüber 2013.“ Hand aufs Herz, welcher Versorger hat diese Preissenkung an uns weitergegeben?

Quellen:
Die BundesregierungInverstorverlag
BMWI
SPON