Kategorie: Gas (Seite 1 von 3)

Warum wir in den Verein „Interessengemeinschaft Geschäftsobjekte Energiewirtschaft e. V.“ eingetreten sind!

Hinter jedem Begriff verbirgt sich eine tiefere Bedeutung. So auch bei dem Begriff „Geschäftsobjekte für die Energiewirtschaft (BO4E)“?

Aber wie so oft im Leben, beschäftigt man sich mit einem Thema etwas eingehender, versteht man komplexe Sachverhalte nicht nur besser, sondern diese Stoffe werden in der Regel noch interessanter. So auch hier. Wir wollten es genau wissen, haben den Mann befragt, der es genau wissen muss. Peter Martin Schroer ist Vorstandsvorsitzender des Vereins, der am 7. Juli 2016 in Hückelhoven gegründet wurde. „Wohin geht die Reise?“ Seine Antwort: „Wir wollen nicht weniger als die Etablierung eines unabhängigen Kommunikationsstandards für die Energiewirtschaft.“

Endkundentarife aller deutschen Strom- und Gasanbieter in einem TÜV-zertifizierten Verfahren

Ein großes Anliegen, doch der der Geschäftsführer der ene’t GmbH sowie der Mut zum Wechseln GmbH weiß, wovon er spricht. So beschäftigt sich dieser in einer seiner Firmen professionell mit Netznutzungsdatenbanken für Strom und Gas. Sein Unternehmen versteht sich somit als Informationsdienstleister der Energiebranche. Dieses beschäftigt sich mit neben Deckungsbeitragsrechnungen auch mit Energiedatenmanagement. Konkret: Hier werden unter anderem Endkundentarife aller deutschen Strom- und Gasanbieter in einem TÜV-zertifizierten Verfahren erfasst. So kennt er von Berufs wegen Stromschnellen und Klippen, die den freien Informationsfluss hindern oder begrenzen können. Und genau da setzt der Verein „Interessengemeinschaft Geschäftsobjekte Energiewirtschaft“ an. Dieser fordert uneingeschränkten Datentransfer zwischen Applikationen ein. Die Vereinsmitglieder wünschen sich durch die neuen Programmierstandards mehr Flexibilität und Wirtschaftlichkeit bei der Nutzung von Softwareapplikationen. Dazu soll über die „Business Objects“ (BO) der Informationsfluss zwischen diesen Applikationen vereinheitlicht werden und damit reibungslos verlaufen – unabhängig, von welchem Hersteller sie stammen.

„Und was haben wir als Endverbraucher davon?“ Auch da ist Peter Martin Schroer um keine Antwort verlegen: „Standardisierte Geschäftsobjekte sollen letztlich zum Wohle der Verbraucher dazu beitragen, Prozesse bei den Versorgungsunternehmen möglichst effektiv zu verwirklichen und damit Kosten einzusparen“.

Diese Idee hat uns überzeugt, so sind wir von Mut zum Wechseln zum Gründungsmitglied geworden. Passt im Übrigen auch zu uns, denn wir haben die Power in Energiefragen.

UBA: Enge Grenzen für Fracking

Das Umweltbundesamt bezieht in seinem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Gutachten klar Stellung: Fracking sollte in Deutschland bis auf Weiteres verboten werden. Die Risiken der umstrittenen Fördermethode für Erdgas seien derzeit nicht absehbar, sodass eine umfassende gesetzliche Regelung sowie weitere Forschung dringend benötigt würden. „Solange sich wesentliche Risiken dieser Technologie noch nicht sicher vorhersagen und damit beherrschen lassen, sollte es in Deutschland kein Fracking zur Förderung von Schiefer- und Kohleflözgas geben“, erklärte die UBA-Präsidentin Maria Krautzberger.

Da ein grundsätzliches Verbot rechtlich mit vielen Komplikationen verbunden ist, empfiehlt die Behörde „enge Leitplanken“ für den Einsatz der „Risikotechnologie“, um den Schutz von Umwelt und Gesundheit zu gewährleisten. Zudem fordert Krautzberger klare gesetzliche Vorgaben. Bisher gibt es lediglich ein Moratorium. Für die Gesetzesänderung empfiehlt das Umweltbundesamt in seinem 600 Seiten umfassenden Gutachten eine umfangreiche Risikobewertung für sämtliche Frackingprojekte zur Gas- und Erdölförderung, einschließlich jeglicher Probebohrungen. Die Bewertungen sollen nach der Vorstellung der Behörde unerlässlicher Bestandteil einer Umweltverträglichkeitsprüfung werden. Diese soll gesetzlichen Normen von Wirtschafts- und Umweltministerium folgen. BMWi und BMUB stehen ebenso wie das Umweltamt für strenge Sonderregelungen für Wasserschutz und Heilquellenschutzgebieten ein, ebenso für sensible Bereiche wie Einzugsgebiete von Seen und Talsperren, Naturschutzgebieten und FFH-Gebieten. Das UBA plädiert an diesen Stellen für ein komplettes Fracking-Verbot.

Ungelöste Gefahrenpotenziale

Aus dem Gutachten geht hervor, dass das Bundesumweltamt insbesondere drei Punkte kritisch bewertet:
So sei bisher das Problem der Aufbereitung des Rückflusswassers (Flowback) ungelöst. Beim Fracking wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in tiefe Gesteinsschichten gepresst. Nach dem Bohren tritt aus dem Bohrloch Spülflüssigkeit aus, die nicht nur die verwendeten Chemikalien sondern auch giftige Stoffe wie Schwermetalle oder sogar radioaktive Substanzen aus dem Untergrund enthält. Für die Umwelt sei es am besten, den Flowback nach der Aufarbeitung wiederzuverwenden, doch für ein tragfähiges Entsorgungs- und Aufarbeitungskonzept bestehe noch erheblicher Forschungsbedarf.
Weiterhin müsse der Grundwasserschutz durch Analysen gesichert werden, die noch vor der Bohrgenehmigung erfolgen sollten. Mit dem engmaschigen Monitoring könnten Veränderungen in der Zusammensetzung des Grundwassers während des Fracking-Vorgangs aufgezeichnet und von dem Unternehmen und Behörden kontrolliert werden.
Zuletzt empfiehlt das UBA ein Fracking-Chemikalien-Kataster nach dem Vorbild von Risikotechnologien wie Gentechnik, um einer drohenden Intransparenz der Fördermethode entgegenzuwirken. Aus dem Kataster soll für jeden Bürger frei einsehbar sein, wo Frackingsubstanzen eingesetzt wurden und welche Umweltrisiken sie gegebenenfalls mit sich bringen.

Minister planen bedingte Fracking-Erlaubnis

Anfang Juli hatten Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Umweltministerin Barbara Hendricks ein gemeinsames Eckpunktepapier zum Fracking vorgelegt, welches die Ankündigung enthielt, dass Fracking unter bestimmten Auflagen erlaubt werden solle. Demnach möchte die Bundesregierung Fracking zur Gasförderung aus Tiefen oberhalb von 3000 Metern verbieten. In diesen Bereichen befinden sich hierzulande Schiefergesteine, die derzeit in den USA erfolgreich für Fracking genutzt werden. Da jedoch in diesen Tiefen auf Grundwasserleitungen verlaufen, besteht nach Ansicht der Regierung ein zu großes Risiko für Verunreinigungen des Trinkwassers.
Unterhalb von 3000 Metern befinden sich jedoch konventionelle Lagerstätten von Erdöl und Erdgas, bei denen ebenfalls Fracking eingesetzt wird. Da in diesem Bereich kein nutzbares Grundwasser lagert, besteht nach Ansicht der Minister keine Gefahr für die Gesundheit und das Trinkwasser, sodass Fracking hier erlaubt werden könne.

Das UBA beurteilt den Einsatz der Fracking-Methode selbst unter diesen Bedingungen kritisch. Im Hinblick auf den Klimawandel plädiert die Behörde für eine Abkehr von fossilen Brennstoffen. „Die Fracking-Technik ist kein Heilsbringer für den Klimaschutz, der uns den Umstieg auf die erneuerbaren Energien erleichtern kann. Es wäre besser, unser Land konzentrierte sich stärker auf nachweislich umweltverträgliche Energieformen wie die erneuerbaren Energien.“ Die aufwendige Gewinnung und anschließende Nutzung zum Heizen von Fracking-Gas könnte ohnehin überflüssig werden, wenn Energieeffizienz im Gebäudebestand verbessert würde.

Quellen:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/fracking-uba-fordert-in-einem-gutachten-strengere-regeln-a-983577.html
http://www.umweltbundesamt.de/presse/presseinformationen/fracking-jetzt-regulieren
http://www.welt.de/politik/deutschland/article130712917/Umweltbundesamt-will-weitgehendes-Fracking-Verbot.html

Rasmussen vermutet russisches Engagement gegen Fracking in Europa

Der NATO-Generalsekretär beschuldigt Russland, europäische Umweltorganisationen zu unterwandern und im Kampf gegen Fracking zu unterstützen. NGOs und Moskau reagierten mit Empörung, doch die Vermutung ist nicht so weit hergeholt.

In einer Rede bei einer Energiekonferenz in London in der vorvergangenen Woche warnte der Generalsekretär der NATO Anders Fogh Rasmussen vor russischem Engagement bei Anti-Fracking-Bewegungen in Europa.  Er habe von Verbündeten gehört, „dass sich Russland als Teil seiner ausgeklügelten Informations- und Desinformationstätigkeiten aktiv mit sogenannten Nichtregierungsorganisation engagiert – also Umweltschutzorganisationen, die gegen Schiefergasförderung vorgehen“, sagte Rasmussen während einer Fragerunde bei dem Thinktank Chatham House. Die Unterstützung erfolge, um die „europäische Abhängigkeit von russischem Importgas aufrechtzuerhalten“.

Empörung und Spott für NATO-Generalsekretär

Die Äußerung des Dänen erhielt deutliche Reaktionen: Der russische Umweltminister Sergeij Donskoi wies die Anschuldigungen auf seiner Facebook-Seite als lachhaft zurück und forderte Rasmussen auf, seine Berater auszutauschen, um sich künftig nicht mehr zum Gespött von Experten zu machen. Auch Umweltschutzverbände zeigten sich empört über die Äußerungen. Ein Sprecher von Greenpeace forderte, Rasmussen solle sich an die Fakten halten, statt Verschwörungstheorien zu spinnen. BUND-Klimaexpertin Antje von Broock erklärte der Frankfurter Tageszeitung: „Uns ist keinerlei Einmischung russischer Unternehmen oder staatlicher Stellen in die Anti-Fracking-Arbeit in Deutschland bekannt.“ Auch sei die Arbeit gegen Fracking ausschließlich eigenfinanziert, es gebe keine zweckgebundenen Spenden für die Projekte gegen Fracking. In einem offenen Brief an Rasmussen forderten mehrere NGOs Beweise für die russische Beteiligung an der Umweltbewegung oder eine Entschuldigung.

Russland kämpft mit Gas um Machtposition

Aus Kreisen der europäischen Öl- und Gasindustrie hieß es hingegen, die Gerüchte um die Verbindungen Russlands zur Anti-Fracking-Bewegung in Europa seien seit längerem bekannt. Zweifelsohne hat Russland kein Interesse daran, dass Hydraulic Fracturing sich in Europa als Methode zur Erdgasförderung durchsetzt. Der Staatskonzern Gazprom erzielt mit Erdgasverkäufen nach Europa rund ein Drittel seiner Erlöse. Der europäische Bedarf an Erdgas wird zu einem Drittel durch russische Importe gedeckt, diese Abhängigkeit würde durch eigene Gasförderung geschwächt werden. Allerdings ist bisher unklar, ob Fracking sich nach amerikanischem Vorbild zu einer echten Alternative entwickeln kann. Der Widerstand innerhalb der Bevölkerung ist vielerorts groß, da die Menschen sich um die Auswirkungen der bei der Förderung verwendeten Chemikalien auf die Umwelt und vor allem des Trinkwassers sorgen. Allein in Deutschland kämpfen mehr als 60 Bürgerinitiativen gegen die Einführung der Förderung von unkonventionellem Erdgas.

Der dänische NATO-Generalsekretär sieht hingegen eine große Chance in der Fördermethode im Machtkampf mit Moskau. Europa müsse erheblich in die Erschließung von Schiefergas investieren, um die Macht Russlands in seiner Rolle als Gasversorger Europas zu verringern, forderte Rasmussen in seiner Rede. Die NATO selbst distanzierte sich gegenüber SPIEGEL ONLINE von ihrem Generalsekretär und erklärte, Rasmussen habe seine persönliche Meinung geäußert aber nicht die offizielle Position des Bündnisses vertreten.
Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz äußerte hingegen eine andere Vermutung. Die Äußerungen von Rasmussen lesen sich wie eine ungewöhnliche Bewerbung für Posten in der Gasindustrie nach Ablauf seiner NATO-Tätigkeit.“ Die Amtstätigkeit des 61-Jährigen endet am 30. September.

Quellen:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/russland-soll-europas-fracking-gegner-unterstuetzten-13000742.html
http://www.taz.de/!140909/
http://www.spiegel.de/wirtschaft/fracking-und-nato-rasmussen-verdaechtigt-russland-ngos-zu-steuern-a-976451.html

Sommerwetter legt Gaskraftwerke still

Während sich die Betreiber von Photovoltaikanlagen über zahlreiche Sonnenstunden freuen, bedeuten die Sommermonate für Gaskraftwerksbesitzer karge Zeiten. Immer mehr Betreiber legen ihre Kraftwerke wegen mangelnder Rentabilität für einige Monate still.

Allein 2014 sollen fünf neue Kohlekraftwerke in Deutschland in Betrieb genommen werden, diverse andere Bauprojekte sind ebenfalls in der Planung. Gleichzeitig werden sehen sich Betreiber von Gaskraftwerken gezwungen, den Betrieb über die Sommermonate einzustellen. In Darmstadt, Lingen und Köln bleiben hochmoderne Kraftwerke über mehrere Monate weitestgehend ungenutzt, weil ihre Besitzer sie nur mit massiven Verlusten betreiben können.

Konkurrenz unter konventionellen Energien

Schuld daran ist die festgelegte Reihenfolge, nach der Strom aus verschiedenen Energiequellen ins Netz eingespeist wird. Durch den Einspeisevorrang der erneuerbaren Energien können in den sonnenreichen Sommermonaten bereits große Anteile des Strombedarfs gedeckt werden, da der Energie- und Wärmeverbrauch dann ohnehin relativ gering ist. Wenn der Bedarf dennoch nicht gedeckt werden kann, werden konventionelle Kraftwerke abhängig von ihrer Rentabilität zugeschaltet. Zunächst kommt die kostengünstige Atomenergie zum Einsatz, gefolgt von Braun- und Steinkohlekraftwerken. Der Fracking-Boom in den USA hat zu einem Überangebot auf dem Kohlemarkt geführt und die Preise um rund ein Drittel einbrechen lassen. Zusammen mit dem niedrigen Preisniveau im CO2-Emissionshandel sorgt dies dafür, dass Gasstrom als relativ teuere Alternative an letzter Stelle bei der Rangfolge steht und daher vor allem im Sommer kaum gebraucht wird.

Kosten schlagen Flexibilität und Umweltschutz

Dabei sind Gaskraftwerke ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energiewende. Im Vergleich zu Kohle ist Strom aus Gas emissionsärmer und kann flexibler zugeschaltet werden. In nur wenigen Minuten sind die hochmodernen Kraftwerke einsatzbereit und können Schwankungen bei der Wind- und Sonnenenergie ausgleichen. Vor allem nach dem Abschalten der letzten Atommeiler werden diese Vorteile schwer ins Gewicht fallen. „Die GuD (Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk) ist wegen ihrer Flexibilität ein idealer Partner der Energiewende. Doch die derzeitigen Marktbedingungen lassen das nicht zu“, sagte Leiter der abgeschalteten Gaskraftwerke in Lingen, Heinz-Jürgen Wüllenweber. Die Politik legt angesichts des rekordverdächtigen Preisniveaus für Energie den Fokus auf die Stromkosten. Die Langzeitkosten für den Klimawandel werden allerdings nicht mitgedacht, obwohl insbesondere Braunkohle als Klimakiller gilt. Aufgrund des Festhaltens an Kohle sind die CO2-Emissionen hierzulande in den letzten zwei Jahren wieder angestiegen.

Quellen:
http://www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/sendung/swr/2013/kraftwerke-100.html
http://www.iwr.de/news.php?id=23855
http://www.iwr.de/news.php?id=25837
http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/458036/gaskraftwerke-in-lingen-machen-keine-gewinne

Verivox übernimmt Konkurrenzportal TopTarif

Das Vergleichsportal übernimmt mit dem Tarifrechner TopTarif einen der größten Konkurrenten auf dem Markt. Damit baut Verivox seine führende Position am Markt aus und nimmt eine Monopolstellung unter den Vergleichsportalen ein.

Zum 1. Juli 2014 erwirbt Verivox 100 Prozent der Anteile der bisherigen Konkurrenz TopTarif von der Holtzbrinck Digital GmbH. Das Preisvergleichsportal wird zwar nach Angaben der Konzernspitze in seiner derzeitigen Form weitergeführt, dennoch bedeutet die Übernahme, dass zwei bekannte Marken zusammengeführt werden. Mit Hilfe der Übernahme wolle Verivox weiter zum Münchner Marktführer Check24 aufschließen, erklärte eine Sprecherin. Verivox ist zwar bereits das größte unabhängige Vergleichsportal für Energie in Deutschland, liegt jedoch mit seinen Marktanteilen hinter der Konkurrenz Check 24. Mit TopTarif wird nun das drittgrößte Online-Preisvergleichsportal für die Bereiche Energie-, Finanzdienstleistungs-, Telekommunikations- und Versicherungstarife in das Netzwerk eingegliedert.

Drohendes Monopol bei Vergleichsportalen

Chris Öhlund, Chef der Verivox-Holding in London, kündigte vor wenigen Wochen an: „Es wird eine Konsolidierung geben. Im deutschen Markt sehe ich langfristig nur zwei große Player – einer davon werden wir sein.“ Diese Aussage und die Übernahme der zwei weiteren Vergleichsportale transparo und aspect-online im Mai verdeutlicht, dass Verivox eine Wachstumsstrategie verfolgt, die zu einer Monopolstellung führen kann. Insbesondere beim Preisvergleich schadet es jedoch nicht, die Rankings verschiedener Tarifrechner zu vergleichen, weil die Ergebnisse je nach Gewichtung und Einstellungen variieren können. Diese Unterschiede könnten bald wegfallen, falls Verivox und TopTarif trotz weiterhin getrennten Auftritten künftig nach gleichen Prinzipien arbeiten. Es wird sich zeigen, wie eng die Portale miteinander kooperieren werden und welche Folgen die Übernahme von TopTarif für den Markt und die Verbraucher haben wird.

http://www.verivox.de/nachrichten/verivox-uebernimmt-mehrheitsanteile-an-toptarif-99677.aspx
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/monopol-beim-preisvergleich-verivox-uebernimmt-konkurrenten-toptarif/10135184.html

Krise in der Ukraine gefährdet Energieversorgung

Weder der Ausgang noch die Folgen der Krise in der Ukraine sind derzeit absehbar. Dennoch werden von Experten bereits Spekulationen über die Zukunft des Landes angestellt. Die Abhängigkeit der Ukraine von russischen Energieressourcen bereitet vielen Kopfzerbrechen.

Russlands Machtfaktor Gas

Russland ist nicht nur der wichtigste Absatzmarkt für ukrainische Produkte sondern auch weitestgehend für die Erdgasversorgung des Landes verantwortlich. 58 Prozent des in der Ukraine verbrauchten Erdgases stammen aus Russland. Die energieintensive Schwerindustrie prägt bis heute die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes und verstärkt die Abhängigkeit von Energieimporten. Nach einem drohenden Staatsbankrott hatte Russland der angeschlagenen Ukraine einen Preisrabatt gewährt: Statt 400 US-Dollar je 1000 Kubikmeter zahlt das Land derzeit nur 268 US-Dollar. Allerdings verpflichtet sich die ukrainische Regierung damit zur Abnahme großer Gasmengen. Dennoch gilt diese Sondervereinbarung nur bis Ende März. Das russische Energieministerium teilte bereits mit, dass es keine Gründe für weitere Rabatte gebe. Damit könnte schon bald erneut der Staatsbankrott drohen, schon jetzt ist das Land mit knapp 1,2 Milliarden Euro im Zahlungszurückstand bei Gazprom.

Europäische Bemühungen um Alternativen

Die Abhängigkeit der Ukraine von Erdgas verleiht Russland große Macht. Insbesondere in Krisenzeiten kann dieses Ungleichgewicht gefährlich sein. Denn Russland kann der Ukraine jederzeit den Gashahn abdrehen, wie bereits mehrfach, zuletzt 2009, geschehen. Daher arbeiten die Europäer verstärkt daran, das Land unabhängiger von russischem Gas zu machen. Zumindest kurzfristig können die EU-Staaten im Falle ausbleibender Gaslieferungen einspringen und einen Teil des Energiebedarfs der Ukraine decken. Obwohl jedoch die europäischen Speicher aufgrund des milden Winters gut gefüllt sind, könnte die Versorgung nicht mehr als ein paar Monate aufrecht erhalten werden. Hinzu kommt, dass die bestehenden Pipelines nur in begrenztem Umfang dafür ausgelegt sind, Gas von Westen nach Osten zu transportieren. Im Zuge verstärkter Anstrengungen um eine Diversifizierung der Bezugsquellen importiert die Ukraine seit 2012 Gas aus Polen und Ungarn, demnächst soll auch Gas aus der Slowakei zu der ukrainischen Energieversorgung beitragen. Ein entsprechender Vertrag ist bereits ausgehandelt und wartet nur noch auf seine Verabschiedung. Unter dem aktuellen Druck der Europäischen Union ist dies nur noch Formsache.

http://www.berliner-zeitung.de/politik/energieversorgung-europa-will-ukraine-mit-gas-helfen,10808018,26590948.html
http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/thema_nt/article122459768/Die-Ukraine-ist-stark-von-Russland-abhaengig.html
http://www.tagesspiegel.de/politik/eu-hilfe-fuer-ukraine-gas-aus-dem-westen/9632910.html
http://www.handelsblatt.com/politik/international/ukraine-konflikt-machtfaktor-gas/9561410.html
http://www.br.de/nachrichten/ukraine-krim-wirtschaft-sanktionen-100.html

Energiewende treibt Großversorger in die Krise

„Vorweg gehen“, so lautet der Leitsatz des Energiekonzerns RWE. Die Umsetzung des Credos stellt jedoch nicht nur Deutschlands zweitgrößten Versorger vor gewaltige Herausforderungen. Während die Energiewende überwiegend Unterstützung erfährt,   kämpfen die großen Energiekonzerne mit den massiven Umbrüchen auf dem Markt.

Neue Wege greifen Großkonzerne an

Die Energiewende bedroht die Geschäftsgrundlage der Marktführer. Durch die vermehrte Produktion von grünem Strom werden derzeit nicht nur die lange vorherrschenden kartellähnlichen Strukturen  des deutschen Energiemarktes aufgebrochen, sondern es entsteht ein Überangebot, infolge dessen die Strompreise auf dem Markt massiv sinken. Dies bedeutet erhebliche Gewinneinbußen für Kraftwerksbetreiber.

Teure aber notwendige Reserve

Ökostrom beendet die Abhängigkeit von der umstrittenen Atomenergie und Energieimporten und er schützt die Umwelt. Die rapide Zunahme der sauberen Energie greift aber bereits jetzt die Existenzberechtigung von Gas- und Kohlekraftwerken an, da die konventionellen Kraftwerke kaum noch rentabel betrieben werden können. Aktuell liegen der Bundesnetzagentur daher 28 Betreiberanträge zur Stilllegung klassischer Energieproduktionstätten vor. Zuvor muss jedoch geprüft werden, ob die beantragten Stilllegungen Versorgungslücken in das deutsche Energienetz reißen könnten, da Ökostrom derzeit noch nicht die gesamte Stromnachfrage decken und die Energie zeit- und ortsunabhängig zuliefern kann. Folglich werden konventionelle Kraftwerke als stille Reserve noch 30 bis 50 Jahre für die Aufrechterhaltung der Stromversorgung benötigt, obwohl sie sich kaum noch lohnen.

Die Großen unter Sparzwang

EnBW, RWE, E.On und Vattenfall, die vier deutschen Energieriesen haben mit teilweise massiven Sparprogrammen auf die aus den Marktentwicklungen resultierende Lage reagiert. Bis zu 1 Milliarde Euro sollen jährlich eingespart werden, bei RWE und E.On sind dadurch 10.000 respektive 6000 Arbeitsplätze in Deutschland bedroht. Angesichts der Halbierung ihres Börsenwerts seit Fukushima im Frühjahr 2011 sehen sich die Großkonzerne zu drastischen Maßnahmen gezwungen, um die Abwärtsspirale aufzuhalten und die Schulden in den Griff zu bekommen.

Während sich jedoch die alten Kraftwerke immer weniger lohnen, können die Investitionen in erneuerbare Energien den Gewinneinbruch nicht auffangen. RWE hat beispielsweise in der Vergangenheit mehrmals auf das falsche Pferd gesetzt und mehrere Milliarden Euro in diverse Ökostromprojekte gesteckt, die nicht die erwarteten Gewinne abwarfen.

Hoffnung auf neue Regierung

Neben unternehmensinternen Umstrukturierungen setzen die Energiekonzerne auch auf die neue Bundesregierung. Sie fordern eine staatliche Vergütung für die Bereitstellung der unprofitablen Reservekraftwerke, wenn die Anlagen für erneuerbare Energie nicht ausreichend Strom produzieren. Gleichzeitig wollen sie die 2011 eingeführte Brennelementesteuer für Atommeiler wieder abschaffen, da auch Atomkraftwerke zunehmend an Rentabilität einbüßen. Ein erstes Aufatmen hatte bereits die Koalitionsabsage der GRÜNEN an die Union gegeben, da bei einer Regierungsbeteiligung der Ökopartei die Daumenschrauben für die Versorger noch enger gestellt worden wären. Doch auch unter der nun winkenden großen Koalition suchen die vormaligen Energieriesen weiter nach Zukunftsperspektiven.

Quellen:
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/rwe-und-eon-die-energiezwerge-12536196.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/rwe-analyse-der-schulden-gewinne-und-perspektiven-a-924294.html
http://www.zeit.de/aktuelles/2013-09/kraftwerke-nicht-profitabel-betrieb-energiewende-oekostrom
http://www.wiwo.de/unternehmen/energie/rwe-enbw-e-on-die-sparplaene-der-energieversorger/6168958.html#image
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2013-10/28309599-rwe-und-e-on-gruene-erleichterung-spuerbar-469.htm

Gastarife unter der Lupe – Anbieterwechsel lohnt sich

Die Stiftung Warentest hat deutsche Gastarife untersucht, mit einem eindrucksvollen Ergebnis: Bis zu 755 Euro können Gaskunden bei einem Anbieterwechsel sparen. Dennoch sind bisher viele Gas- und Stromverbraucher bei ihrem Grundversorger, obwohl ein Wechsel schnell und einfach abgewickelt ist.

Gerade noch hat man im Freien Sommer, Sonne und warme Temperaturen genossen, da steht plötzlich der Herbst vor der Tür. Mit ihm kommen nicht nur gemütliche Stunden auf dem Sofa mit Tee und Wolldecke sondern auch die Kälte. Die Heizsaison ist folglich eröffnet und bereitet schon jetzt vielen Verbrauchern Kopfschmerzen: Schätzungen des Deutschen Mieterbunds zufolge könnte die Jahresrechnung 2013 um bis zu 18 Prozent höher liegen als im Vorjahr; bedingt durch eine große Kältephase im ersten Quartal und steigende Energiepreise.

Stiftung Warentest rät zum Wechsel

Allerdings gibt es erhebliches Einsparpotenzial, angefangen beim richtigen Heizverhalten und Investitionen in den Wärmeschutz von Gebäuden bis hin zum Anbieterwechsel. Nach wie vor sind jedoch viele Verbraucher bei ihrem Grundversorger und scheuen den Wechsel zu anderen Energieanbietern, obwohl nach der aktuellen Untersuchung von Gastarifen der Stiftung Warentest in 20 deutschen Städten bis zu 755 Euro im Jahr gespart werden können. Die Höhe der Ersparnisse hänge vom Verbrauch und vom Wohnort ab. Das größte Sparpotenzial bestehe in Leipzig, gefolgt von Frankfurt am Main, Köln und Braunschweig, insbesondere bei einem Wechsel vom Grundversorgungstarif der örtlichen Stadtwerke. Auch bei Öl- und Fernwärme kann sich der Anbieterwechsel erheblich auf die Jahresendabrechnung auswirken.

Der Preis ist nicht alles

Dennoch lohnt sich genaues Hinsehen: Einige Anbieter locken unerfahrene Verbraucher mit sehr günstigen Preisen zu unseriösen Angeboten. Diese wurden daher in der Untersuchung der Stiftung Warentest nicht berücksichtigt. Das Institut verweist bei der Anbietersuche neben den eigenen Testergebnissen auf Anbietervergleichsportale im Internet und hält gleichzeitig die Verbraucher dazu an, die Voreinstellungen der Tarifvergleiche auf mögliche Fallstricke zu prüfen.

Das Vergleichsportal Mut-zum-Wechseln stellt, ähnlich wie die Stiftung Warentest, Fairness neben guten Preisen bei der Suche nach dem richtigen Energieverbraucher in den Vordergrund: In dem Tarifvergleich werden nach den Voreinstellungen nur Angebote aufgezeigt, die keine Paketpreise oder Vorauskasse beinhalten, einmalige Bonuszahlungen werden außerdem aus den Tarifpreisen herausgerechnet, sodass die Verbraucher vor den üblichen kundenunfreundlichen Lockangeboten geschützt werden. Sowohl Strom- als auch Gaskunden können unter mut-zum-wechseln.de schnell und einfach den richtigen Tarif finden und kostenlos den Anbieter wechseln. Mit wenig Aufwand lassen sich so unnötige Heizkosten verhindern und der Heizkörper kann ohne schlechtes Gewissen hochgedreht werden.

Quellen:
http://www.test.de/Gaspreise-Mit-Anbieterwechsel-viel-Geld-sparen-4608647-0/
http://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien/nachrichten/deutscher-mieterbund-heizkosten-steigen-2013-um-bis-zu-18-prozent/8872386.html

Transparente Orientierung für verunsicherte Energieverbraucher

Billigstromanbieter verfügen häufig über zweifelhafte Geschäftsmodelle und ködern Verbraucher mit verlockenden Angeboten. Im Tarifdschungel sollen und können Vergleichsportale für Orientierung sorgen; allerdings nur, wenn sie transparent und unabhängig arbeiten.

Mit Flexstrom musste im April nach TelDaFax der zweite große Stromanbieter innerhalb von zwei Jahren Insolvenz anmelden und sorgte auf dem Energiemarkt für große Aufregung. Beruhigung scheint jedoch auch einen Monat später nicht in Sicht zu sein, denn nach Angaben des Handelsblatts hat die Bundesnetzagentur eine Prüfung des Billigstromanbieters Care Energy eingeleitet.

Verbraucher zunehmend verunsichert

Derartige Nachrichten verstärken die Verunsicherung der Verbraucher, die sich ohnehin in Zeiten von Energiewende, EEG-Umlage und wachsendem Wettbewerb mit einem unübersichtlichen Strommarkt konfrontiert sehen.
Energieexperte Hanjo Arms führt dies auf den relativ kurzen Bestand des Energiemarktes zurück. Zahlreiche neue Anbieter würden versuchen, mit riskanten Geschäftsmodellen Profit zu machen, so der Unternehmensberater. In vielen Fällen sei dies nicht nachhaltig, sodass weitere Insolvenzen nicht auszuschließen seien. Eine schärfere Aufsicht und staatliche Regulierung hält Arms jedoch nicht für nötig. Vielmehr fordert er eine bessere Informierung der Verbraucher.
Zu diesem Zweck haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Strom- und Gaspreisrechner etabliert, die dem Verbraucher die Energieanbieter für das jeweilige Einzugsgebiet ausgeben und einen einfachen  Preisvergleich ermöglichen sollen.

Tarifrechner sollen transparenten Durchblick verschaffen

Um die Transparenz dieser Preisrechner zu erhöhen und die Unterscheidung von mehr oder weniger seriösen Angeboten zu vereinfachen, hat die Verbraucherzentrale NRW im Jahr 2011 einen Anforderungskatalog für Tarifrechner erstellt.
Darin wird unter anderem die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der Portale von Energieunternehmen gefordert sowie die Kenntlichmachung eventueller exklusiver Verträge mit Anbietern. Weiterhin weist die Verbraucherzentrale darauf hin, dass viele Stromlieferanten mittlerweile mit ihren Tochterunternehmen mehrfach in den Tarifrechnern auftauchen und empfehlen, diese Zusammengehörigkeit kenntlich zu machen, ebenso wie die Verbundenheit vieler Vergleichsportale selbst. Zudem sollten die Nutzer von Beginn an dazu in der Lage sein, die Filter- und Sortiereinstellungen selbst einzustellen und den Referenzanbieter auszuwählen. Neben einigen weiteren Anforderungen beinhaltet der Leitfaden der Verbraucherzentrale auch, dass die Tarifrechner auf Sondertarife, Paketangebote oder Bonuszahlungen separat hinweisen sollten, um dem Verbraucher alle Bestandteile der Tarife offenzulegen und mögliche Fallen transparent zu machen.

Da den Tarifrechnern aufgrund des wachsenden Wettbewerbs eine wichtige Funktion zukommt, sollten Verbraucher sich darauf verlassen können, dass die ausgegebenen Ergebnisse vollständig und transparent dargestellt werden.  Einige Vergleichsportale, wie beispielsweise www.mut-zum-wechseln.de, sind darum bemüht, die Richtlinien der Verbraucherzentrale umzusetzen, um eine umfassende Informierung der Verbraucher zu ermöglichen. Schließlich sollen Verbraucher dazu befähigt werden, unter den seriösen Angeboten einen günstigen Stromtarif ausfindig zu machen.

Quellen:
http://www.vz-nrw.de/anforderungen-an-tarifrechner-fuer-strom-und-gas
Handelsblatt, „Das Geschäftsmodell ist meist nicht nachhaltig“, Nr. 091 vom 14.05.2013
Handelsblatt, „Wir sind in einem Krieg“, Nr. 091 vom 14.05.2013
http://www.wiwo.de/unternehmen/industrie/nach-teldafax-und-flexstrom-neuer-alarm-auf-dem-strommarkt/8201024.html

Auch für Flexgas scheint es eng zu werden

Erst Mitte April hatte der Insolvenzantrag des Discount-Stromanbieters Flexstrom für viel Aufsehen auf dem Energiemarkt und zu extremer Verunsicherung von mehr als 500.000 betroffenen Kunden gesorgt. Nun scheinen sich die Anzeichen zu verdichten, dass die in der Insolvenzerklärung noch als vorerst nicht betroffen bezeichnete Gas-Tochter Flexgas dem Mutterkonzern schon in Kürze in die Pleite folgen könnte.

Investor zieht sich nur eine Woche später zurück

Die Flexstrom AG hatte ihre Gas-Tochter kurz vor der Pleite an einen Finanzinvestor aus der Schweiz, die AKO Capital, verkauft. Die Pläne gingen dahin, die Flexgas GmbH unter dem neuen Namen Fair-Trade-Gas am Markt zu halten und derweil das bisherige Management kurzfristig auszutauschen. Bisherige Kunden wurden in Sicherheit gewogen, nichts sollte sich für sie ändern.

Eine Sicherheit die sich nun als trügerisch herausstellen könnte. Bereits eine Woche nach der Bekanntmachung der Flexstrom-Insolvenz und der Übernahme der Flexgas GmbH durch die AKO Capital AG, hat der Investor wieder Abstand von diesem Geschäftsvorgang  genommen. Auf der Seite der AKO Capital mit Firmensitz in Zürich ist eine Erklärung zum Rücktritt vom Kaufvertrag der Flexgas GmbH zu lesen. Begründet wird dieser Schritt folgendermaßen: „AKO wollte die Markt- und Kundenstrategie der Flexgas ändern und hin zu mehr Transparenz und Risikominimierung für den Kunden. Leider haben neue Erkenntnisse nach der Beurkundung zu diesem Schritt geführt.“

Die Stadtwerke Essen AG  kappen als erster Netzbetreiber bereits die Leitungen

Während die genauen Einzelheiten für den Rückzug des Investors mit dieser Erklärung erstmal mehr als unklar bleiben, scheinen die Folgen dieses Schrittes umso klarer: Auch eine Insolvenz der Gas-Tochter Flexgas scheint nun nicht mehr abzuwenden.

Als einer der ersten Netzbetreiber haben dementsprechend die Stadtwerke Essen reagiert. Wie am Donnerstag in einem Artikel der WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) zu lesen war, haben die Stadtwerke den Netznutzungsvertrag mit Flexgas am 20. April, genau einen Tag nach dem Rückzug des Investors, gekündigt.  Nach Darstellung der Stadtwerke sei die Flexgas derzeit mit einem fünfstelligen Betrag im Zahlungsrückstand für die Netznutzungsentgelte. Wie viele weitere Netzbetreiber diesem Beispiel folgen werden, bleibt abzuwarten.

Die jetzt von der Kündigung betroffenen Kunden müssen aber nicht fürchten, dass ihnen Heizung oder Herd „abgesperrt“ werden. Sie werden von den Stadtwerken übergangslos weiter versorgt, allerdings in Grund- und Ersatzversorgung. Schnelles Handeln tut dennoch Not. Die Verbraucherzentralen weisen darauf hin, dass die betroffenen Kunden umgehend selbst bei Flexgas kündigen müssen, um dann ein neues Vertragsverhältnis bei einem anderen Anbieter eingehen zu können.

Energieverbraucherportal und Mut-zum-Wechseln nehmen Flexgas-Angebote aus dem Tarifrechner

Die Flexstrom-Insolvenz und die undurchsichtigen Entwicklungen bei der Weiterführung der Gas-Tochtergesellschaft haben das Energieverbraucherportal und dessen Schwesterportal Mut-zum-Wechseln.de dazu bewogen, trotz noch nicht bestehender Insolvenz neben den Tarifangeboten der Flexstrom AG (inklusive der Töchter Löwenzahn Energie und der Optimal Grün) auch alle Flexgas-Angebote ab sofort aus den Tarifrechnern zu nehmen, damit Verbraucher hier mit Sicherheit und einem guten Gefühl wie gewohnt einen seriösen und transparenten Energievergleich erhalten.

Quellen:
http://www.sueddeutsche.de/Z5Q38W/1260609/Flexstrom-verkaufte-vor-Pleite-Gas-Tochter.html
http://ako-capital.de/
http://www.derwesten.de/staedte/essen/stadtwerke-essen-kuendigen-vertraege-mit-flexgas-id7872850.html

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