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Das ändert sich für den Energieverbraucher 2016

Bevor Sie sich unter den Weihnachtsbaum zurückziehen, selbstgemachte Vanillekipferl mit der Familie verspeisen, sollten Sie sich warm anziehen. Nicht weil Ihre Heizung ausgefallen ist, sondern weil sich ab 2016 rund um Ihren Ofen einiges ändern wird.
Wir sagen Ihnen in aller Kürze, welche „Geschenke“ für Sie bereitliegen.

Energieeffizienzlabel

Heizungsanlagen, die älter als 15 Jahre sind, sollen ein „Energielabel verpasst bekommen. Aufpappen darf nicht jeder, sondern nur Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und ausgewiesene Energieberater.

Energieeinsparverordnung

Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2016 wird der Energiestandard für Neubauten geändert. Der maximal erlaubte, mittlere Wärmeverlust durch die Gebäudehülle sinkt im Vergleich zur EnEV 2014 um ca. 20 Prozent. Umgesetzt bedeutet das für Häuslebauer: Ab 2016 erfüllen nur noch die Elektrowärmepumpe und Pelletheizung die verschärften Effizienzstandards der EnEV.

EEG-Umlage

Die Umlage für Ökostrom wird auf 6,354 Cent pro Kilowattstunde festgesetzt. Damit erhöht sie sich leicht, zuvor lag diese bei 6,17 Cent pro Kilowattstunde. Das BMWI schreibt: „Damit die Stromverbraucher von sinkenden Strompreisen profitieren, kommt es aber auch in Zukunft entscheidend darauf an, dass sie regelmäßig Stromtarife vergleichen und ggf. ihren Stromvertrag oder -lieferanten wechseln“. Wo das fair funktioniert, wissen Sie bereits.
So wollen wir uns, Mut zum Wechseln, auch dieses Jahr verabschieden. Tschüss, bis 2016.
Wir freuen uns schon auf Sie, um mit Ihnen fair und sicher ins neue Jahr durchzustarten.

Quellen:
Niedrigenergiehaus
BR-Nachrichten
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Energiewende – schon längst da

Auch wenn konservative Geister uns glauben machen wollen, dass die Energiewende Humbug ist – nicht nur wirtschaftlich, sondern auch klimapolitisch – wir wissen, dass das nicht stimmt. Die Zahlen sprechen da eine ganz deutliche Sprache. So teilt die Bundesregierung auf ihrem Online-Portal die Zahlen mit. Kurz und knapp: „Der Anteil regenerativer Energien am Stromverbrauch lag 2014 bei knapp 28 Prozent.“
Und wie sieht es mit 2015 aus? Der Inverstorverlag zeigt sich da optimistisch: „Wenn jetzt noch die Sonne mitspielt, wird der Anteil der erneuerbaren Energie an der gesamten Stromproduktion in Deutschland bis Ende des Jahres auf über 30% steigen.“ Wer den Zahlen nicht glaubt, der kann in dem aktuellen Monitoring-Bericht des Wirtschaftsministeriums nachschauen, der vierte ist im November erschienen. Dort heißt es im Kapitel „Zentrale Botschaften des vierten Monitoring-Berichts“: „Die erneuerbaren Energien sind Deutschlands wichtigste Stromquelle. Der Anteil erneuerbarer Energie am Stromverbrauch lag im ersten Halbjahr 2015 erstmals über 30 Prozent. Beim Ausbau der erneuerbaren Energien im Stromsektor liegt Deutschland auf Zielkurs.“ Zielkurs, für uns ein wichtiges, weil weichenstellendes, Wort. Wir haben nicht nur etwas quantitativ verändert, sondern auch nachhaltig am Energiekurs geschraubt. Merkwürdig, dass SPON behauptet, „Das Vorzeigeprojekt Energiewende ist bedroht. Die ökologische Aufbruchsstimmung schwindet.“
Liegt es vielleicht an den Energieausgaben der privaten Haushalte? Grundsätzlich: Die Energiekosten für die privaten Haushalte gehen zurück. Die Zahlen liefert wiederum der Monitoring-Bericht: „ Nach Schätzungen gibt ein Ein-Personen-Haushalt im Jahr 2015 insgesamt rund 2.157 Euro für Energie aus. Das sind 110 Euro weniger als im Vorjahr.“ Worauf der Bericht aber leider nicht direkt eingeht. Sinkt der Energiepreis der Versorger im gleichen Verhältnis wie die Preissenkungen im internationalen Rohstoffmarkt? Nö, tut er nicht. Dafür erwähnt dieser: „Bei Erdgas kam es zu weiteren, deutlichen Preissenkungen. Der deutsche Grenzübergangspreis für Gas lag im Jahr 2014 im Durchschnitt bei 6.538 €/TJ. Er sank damit um rund 15 Prozent gegenüber 2013.“ Hand aufs Herz, welcher Versorger hat diese Preissenkung an uns weitergegeben?

Quellen:
Die BundesregierungInverstorverlag
BMWI
SPON

Gerichtsurteil: Sonderkündigungsrecht bei Strompreiserhöhung durch Abgaben, Steuerung & Co.

Energieversorger müssen ihren Kunden ein Sonderkündigungsrecht einräumen, wenn im Zuge der Erhöhung von Steuern und Abgaben – wie z. B. der EEG-Abgabe – die Strompreise steigen würden. Das hat das Landgericht Düsseldorf in einem noch nicht veröffentlichtem Urteil (Az. 14d O 4/15) entschieden.

Kunden von Stromio ohne Sonderkündigungsrecht

Das Urteil vom 22. Oktober basiert auf einer Klage, die die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen eingereicht hatte. Die Klage richtet sich gegen den Energiediscounter Stromio, der eine gegenteilige Klausel in den allgemeinen Geschäftsbedingungen stehen hat, demnach Kunden das Sonderkündigungsrecht verwehrt bleibt. Für die Verbraucherschützer ist das „Urteil von grundsätzlicher Bedeutung“, weil bisher solche Klauseln zur Preisänderung durch sogenannte „hoheitliche Belastungen“ kaum behandelt worden sind.
Vor allem für Kunden des Energieversorgers Stromio ist das neuerliche Urteil interessant. Denn sie können Jahresabrechnungen mit einer Frist von bis zu drei Jahren widersprechen. Somit wäre ein Widerspruch selbst für eine Rechnung vom 30. November 2012 noch möglich. Interessant – so die Verbraucherzentrale – sind vor allem die Rechnungen aus 2013 und 2014, da die EEG-Umlage in diesen Jahren besonders stieg, von 3,59 ct/kWh in 2012 auf 6,24 ct/kWh in 2014. Stromio-Kunden, die sich das Geld aus Preiserhöhungen zurückholen wollen, können hierfür das Muster-Anschreiben der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen nutzen.

Quelle:
Verbraucherzentrale NRW

Stromkosten sparen – „LED Navi“ soll für den Haushalt effiziente LED-Lampen finden

Der aktuelle Wuppertal Institut-Newsletter hat eine interessante Meldung verschickt, passend zur Jahreszeit. Denn mit der Zunahme der trüben Tage steigt auch meistens die Stromrechnung. Ein neues Gadget für den stolzen Smartphonebesitzer will dagegen ankämpfen. Das Freiburger IT-Unternehmen freedos IT GmbH hat die App „LED Navi“ entwickelt. Knappe zwei Euro (1,99€) kostet das smarte Programm im Apple Store und im Google Play Store. „Eine gute Investition“, wie Dipl.-Volkswirt Dieter Seifried, Gesellschafter der freedos IT GmbH und ehemaliger Mitarbeiter des Freiburger Öko-Instituts anmerkt. Wie genau kann man mit einer App Strom sparen?

Stromkosten mit dem „LED Navi“?

Es geht um LED-Lampen. Diese sollen mit ihrer einzigartigen Strahlkraft helfen, Kosten zu senken. Hintergrund: LEDs verbrauchen weniger Strom und gehen nicht so schnell kaputt. Weitere positive Aspekte: Sie leuchten prompt und strahlen „nebenher“ ein komfortables und (hoffentlich auch für die Seele!) wärmendes Licht aus. Die große Frage bleibt: Welche LED-Lampen kaufen? Das Angebot ist groß, ähnlich wie beim Energiemarkt, kämpfen nicht nur seriöse Anbieter, sondern auch schwarze Schafe um die Gunst des lichtsuchenden Kunden. Kein Wunder, dass viele Verbraucher sich mit der Auswahl überfordert fühlen und folglich die optimale Beleuchtung für sich nicht finden können. Hier soll die App „LED Navi“ helfen. Sie greift auf eine ständig aktualisierte Datenbank mit über 900 LED-Lampen zurück. Zudem zeigt diese auch Stromkosteneinsparung und Kohlendioxid-Reduktion an. Wir finden, das ist ein smartes Gadget. Ob man es braucht, muss jeder individuell für sich entscheiden.

Quelle:
Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH

Zwei neue Gesetze zur Energiewende

Sie sind wirklich wichtig, die zwei Newcomer. Findet zumindest topagraronline. (Nein, wir sind kein besonderer Fan dieses Portals, wir haben bereits aktuell daraus zitiert. Es hat sich nur zufällig ergeben.) Worum geht es? Zwei Gesetze sollen der Energiewende einen wohldosierten Schubs geben, damit das Vorhaben auch mit Schwung und Effizienz ins 21. Jahrhundert katapultiert werden kann.

Die Newcomer zur Energiewende in Kürze

Gesetz Nummer 1 beschäftigt sich mit der „Weiterentwicklung des Strommarktes“. Klingt allgemein, ist es auch, da dieses einen marktwirtschaftlichen Ordnungsrahmen für den Strommarkt der Zukunft schaffen soll. Darunter lassen sich einige Punkte festmachen, wobei wir die für uns nur wesentlichen Topics auflisten.
Umwelt: Für den Umwelt- und Klimaschutz sollen ältere, emissionsintensive Braunkohlekraftwerke schrittweise in eine Sicherheitsbereitschaft überführt werden. Die Braunkohlekraftwerke sollen dabei für vier Jahre in der Bereitschaft bleiben – und anschließend stillgelegt werden.
Effizienz: Der Strommarkt 2.0 soll stärker in den europäischen Binnenmarkt eingebettet werden. Hintergrund: Die Nutzung grenzüberschreitender Kapazitäten sei viel kostengünstiger, als die Kapazitäten national vorzuhalten, sagt das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi).
Das Gesetz Nummer 2 beschäftigt sich mit der Digitalisierung. Sagt auch der naheliegende Titel: „Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende“. Klingt auf den ersten Blick etwas schwurbelig. Schaut man engagiert hinter die Lettern, wird es klarer. Es geht wieder um Smart-Meter. Übergeordnet soll das Gesetz dafür sorgen, „dass der Nutzen für die Stromverbraucher die Kosten überwiegt. In diesem Sinne sollen intelligente Strommesser („Smart Meter“) nur dort verpflichtend eingeführt werden, wo ein entsprechender Energieeffizienz-, System- oder Netznutzen entsteht.“ Auch wie immer. Es gibt Grauzonen, die auch der Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) glasklar erkennt. Ein wichtiger Kritikpunkt: „Es sei weder geklärt, was für eine sichere und gute Kommunikationsarchitektur überhaupt benötigt werde noch welche Technik sich dafür eigne. Die Endverbraucher würden mit unnötig hohen Kosten belastet. Zum Beispiel stellten die Entgelte für den Smart Meter nur einen Teil der Kosten dar; der größere Anteil sei versteckt und werde über die Netzentgelte umgelegt.“ Wie würde der derzeit stark besprochene (ehemalige) Fußballgott Beckenbauer diesen Vorgang kommentieren: ‚Schau’n mer mal.‘ Genau das tun wir, bis zum 21. Jahrhundert haben wir noch ein paar Tage, hoffentlich energiereiche!

Quelle:
topagrar.com

Politiker müssen bei der Energiewende mehr Vertrauen schaffen

Wir sind verblüfft. In topagaronline wurde ein Artikel veröffentlicht, der sich mit dem aktuellen Statusreport „Regenerative Energien in Deutschland 2015“ des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) befasst. Dieser Verein punktet in der Regel nicht mit übertriebener Progessivität, sind seine Mitglieder doch eher dem bewahrenden Flügel der bundesrepublikanischen Bevölkerung zuzuordnen. Deren Arbeitshypothese im Report ist aber: „Erneuerbare Energien müssen wettbewerbsfähig werden und deren Kosten sinken. Orientiere sich der Gesetzgeber dagegen zu stark an tagespolitischen Herausforderungen, werde die Energiewende mit der zwingend notwendigen Weiterentwicklung des Energiesystems mit immer höheren Anteilen erneuerbarer Energien scheitern.“ Das geht nicht ohne Forderungen einher. Einige davon:

„- Die Politik muss sicherstellen, dass alle Optionen zur Nutzung regenerativer Energien weiterhin akzeptiert werden. Die zum Teil sehr emotionale, öffentliche Diskussion z. B. um ‚Teller-oder-Tank‘, ‚Verspargelung‘ oder ‚Vermaisung‘ der Landschaft muss nach und nach durch eine sachliche und auf Fakten basierende Diskussion abgelöst werden. Statt einer Blockade sind konstruktive Lösungen zu erarbeiten.
– Die Energiewende muss in allen drei Verbrauchssektoren Strom, Wärme/Kälte und Mobilität vorangehen. Bislang liegt der Fokus der öffentlichen Diskussion und der politischen Maßnahmen jedoch vor allem auf dem Stromsektor.
– Der Klima- und Umweltschutz hat in Deutschland und in der Welt in den letzten Jahren zunehmend an politischer Bedeutung verloren. Das muss sich zukünftig wieder ändern.“

Starke Worte des VDI. Wir finden, dass hier ordentlich gefordert und gefördert wird. Aber: Diese Meldung auf dem VDI-Portal schmeckt uns weniger: „VDI begrüßt weiteren Ausbau von KWK-Anlagen“. Sind sich die konservativen Jungs doch treu geblieben…

Quelle:
topagrar.com

Stadtwerke wollen gegen Braunkohle Deal klagen

Wir sprachen bereits darüber. Es geht um die CO2-Emissionen. Neun deutsche Braunkohlewerke sollen in den kommenden Jahren vom Netz gehen. Natürlich zahlt der Verbraucher die Zeche für die geschlossen Zechen. „Die Stromrechnung für Verbraucher werde sich dafür im Jahr aber um weniger als zwei Euro erhöhen, sagte Gabriel“. Merkwürdig, aber nur im ersten Moment: Einige Stadtwerke, obwohl teilweise Partner von RWE, werden dagegen klagen.

Vorgehen gegen Braunkohle Deal

Chef des Stadtwerke-Bündnis Trianel Sven Becker ist einer von ihnen. In einem Interview mit der Rheinischen Post vertritt Becker seinen Standpunkt. Als erstes führt er die Unsinnigkeit an, warum überhaupt noch die unmodernen Braunkohlekraftwerke weiter bestehen müssen. „Die Braunkohlereserve ist ein klimapolitisch untaugliches Instrument, um das sinnvolle 40 Prozent C02-Minderungsziel bis 2020 zu erreichen. Das gilt auch im Konzert mit den weiteren Maßnahmen im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung und Energieeffizienz. Und die Braunkohlereserve trägt kein Jota zur Sicherstellung der Stromversorgung bei, da die Kraftwerke erst mit 10 Tagen Vorwarnung ans Netz gehen müssen. Ein Gaskraftwerk braucht für den Anfahrvorgang wenige Stunden.“ Auch die wirtschaftliche Seite, wer für die Kosten aufkommen müsse, behagt ihm nicht. Sein Argument: „Volkswirtschaftlich ist das Instrument ineffizient, der Stromkunde zahlt über die Braunkohlestilllegung CO2-Vermeidungskosten von 150 Euro pro Tonne CO2 – das ist fast das 20fache des Marktpreises.“ Drittens, und das ist nicht ganz unwichtig, geht es um EU-Rechte. Denn die stehen ja über dem Bundesrecht, natürlich mit Einschränkungen, denn das europäische Recht genießt „prinzipiell“ Anwendungsvorrang gegenüber nationalem Recht. Aber das ist eine andere Diskussion. Wichtig an dieser Stelle, betont Becker: „Die Braunkohlereserve widerspricht zudem dem europäischen Emissionshandelssystem, das vorsieht, dass C02-Verursacher für ihre klimaschädlichen Emissionen durch den Erwerb von Verschmutzungsrechten zahlen und nicht für Kraftwerksstilllegungen belohnt werden.“ Seine nächsten Schritte sind klar: Juristisches Vorgehen gegen die Entscheidung der europäischen Kommission. Und wir bleiben dran. Versprochen.

Quelle:
Rheinische Post

CO2-Emissionen sollen bis 2020 erheblich sinken

In der Berliner Zeitung berichtet Wirtschaftsredakteur Stephan Kauffmann über die Maßnahmen, die ergriffen werden, um das Klimaziel der Senkung von CO2-Emissionen – um genau zu sein bis zu 12,5 Millionen Tonnen – zu erreichen. Neun deutsche Braunkohlewerke sollen in den kommenden Jahren vom Netz gehen. Davon wird RWE fünf Kraftwerke mit je 300 Megawatt Leistung schließen. Doch das bedeutet auch das Aus für viele Arbeitskräfte. In den nordrhein-westfälischen Standorten Frimmersdorf, Niederaußem und Neurath wird die RWE-Schließung „den Abbau von 800 bis 1.000 Arbeitsplätzen zur Folge haben.“ Damit nicht genug, der Verbraucher zahlt die Zeche für die geschlossen Zechen. Kaufmann hat es ausgerechnet: „Insgesamt würden sich die Kosten auf 1,61 Milliarden Euro belaufen, die von den Stromverbrauchern zu zahlen sind. […].“ Proteste kamen – natürlich nicht überraschend – von den Grünen. Vize-Fraktionschef Oliver Krischer: „Es geht einzig und allein darum, RWE, Vattenfall und Mibrag milliardenschwere Stilllegungsprämien für altersschwache Kraftwerke zu zahlen.“ Wir meinen: Mit den grünen Klimazielen rutschen Verbraucher in die roten Zahlen. Belangt werden müssten aber eigentlich die ursprünglichen Verursacher. Die haben aber augenscheinlich – noch – eine besser Lobby!

Quelle:
Berliner Zeitung

Versorger verschenkt Strom?!

Das ist eine lesenswerte Schlagzeile der Deutschen Wirtschafts Nachrichten: „Energie-Überschuss: Versorger verschenkt Strom.“ Seit Juni bis Ende Oktober 2015 und bereits 30.000 Kilowattstunden. Klingt bis hierhin erstmal phantastisch, fast absurd. Aber der Hintergrund ist schnell geklärt. Und für beide Beteiligten – Versorger und Abnehmer – so sagen Wirtschaftler, eine Win-Win-Situation. Der Grund ist simpel: „Die Netzbetreiber haben vor allem nachts aus Windkraftanlagen oft zu viel ungenutzten Strom, der das Netz überlasten kann. Diese überschüssige Energie im Wert von rund 9.000 Euro zu verschenken ist für die Netzbetreiber billiger als eine sonst notwendige Abschaltung wegen des Überschusses. Sie zahlen den Versorgern Prämien dafür, dass sie Verbraucher für ihren Überschussstrom von Wind- und Solarkraftwerken zur Verfügung stellen. Diese haben private Speicheranlagen und Pufferbatterien, wodurch sie den Strom auch dann abnehmen können, wenn er gerade nicht verbraucht wird.“ Doch das scheint ein Einzelfall: Eine kurze Google-Recherche (Suchbegriss „Versorger verschenkt Strom“) erbrachte zwar 48.100 Treffer (Stand 27.10.2015), aber die meisten davon enthielten wenig Meldungen, die inhaltlich zu diesem Thema direkt passen. Wäre ja auch zu schön gewesen.
Wir meinen: Als Verbraucher sollte man seinem Versorger nichts schenken, wirtschaftlich handeln. So gilt es, Strom Preise vergleichen, sich gründlich informieren, gegebenenfalls wechseln. Achtung: Damit Sie nicht vom Regen in die Traufe geraten, nicht unüberlegt zu Discount-Anbietern wechseln. Das kann leicht nach hinten losgehen. Und achten Sie auch darauf, dass es eine Win-Win-Situation für Verbraucher und Umwelt wird.

Quelle:
Deutsche Wirtschafts Nachrichten

Ökostrom: Bundesrat fordert Verordnung für Grünstromvermarktung

Der Hintergrund: Auf dem Portal energiezukunft wird beschrieben, dass Ökostromkunden „aufgrund der jetzigen Vermarktungsregeln nicht mehr klar nachvollziehen, woher ihr Ökostrom kommt. Wegen der Vorschriften im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird der Strom aus Wind- und Solaranlagen fast ausschließlich über die Börse gehandelt. Dort verliert er aber seinen grünen Herkunftsnachweis, er wird mit Atom- und Kohlestrom zu sogenanntem Graustrom.“ Deshalb hat der Bundesrat die Bundesregierung aufgefordert, aktiv zu werden, um eine Verordnung zur Grünstromvermarktung vorzulegen. Hört sich für den Verbraucher vielversprechend an, kratzt damit auch unangenehm am Thema Greenwashing.

Greenwashing oder „guter“ Oköstrom?

Aufmerksame Beobachter wissen längst, zahlreiche Firmen und Unternehmen legen sich gern ein grünes Mäntelchen über, um sich ein umweltbewusstes Image zu verpassen. Denn Grün ist bekanntlich die Farbe der Hoffnung, aber eine weiße Weste in Sachen Umweltfragen bekommen so viele Energietarife nicht. An dieser Stelle ist es wichtig zu wissen, dass der Begriff Ökostrom rechtlich nicht geschützt ist. Aber woran macht man „guten“ Ökostrom mit tatsächlichem nachhaltigem Umweltnutzen fest? Weiter helfen hier zertifizierte Tarife, die einen oder mehrere dieser Siegel bzw. Zertifikate vorweisen können: ok power Gütesiegel, Grüner Strom Label, EcoTopTen Label sowie das TÜV SÜD und TÜV NORD Produktzertifikat.
Mehr Infos dazu gibt es hier: http://www.mut-zum-wechseln.de/oekostrom

Quelle:
energiezukunft.de

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