BMU zeichnet besonders energieeffiziente Kommunen aus

Am 7. Mai 2012 wurden 19 Städte, Gemeinden und Landkreise ausgezeichnet, die sich aufgrund besonderer Erfahrungen im Klimaschutz und in der Reduzierung des Energiebedarfs im Wettbewerb “Masterplan 100 % Klimaschutz” durchgesetzt haben. Mit beantragten Fördersummen von im Schnitt rd. 500.000 Euro pro Kommune werden sie vom BMU für die kommenden 4 Jahre darin unterstützt, unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger den Ausbau der Erneuerbaren Energien voranzutreiben, in Energieeffizienz, Gebäudesanierung, Elektromobilität oder in Klimaschutz zu investieren und diese Maßnahmen in einem strategischen Gesamtkonzept, einem “Masterplan”, zusammenzuführen. “Für den Erfolg bei der Energiewende kommt es entscheidend auf die Kommunen an. Die ausgezeichneten Kommunen eint eine Vision: Sie wollen die emissionsfreie Stadt. Und Sie wollen die Energiewende zu 100 Prozent umsetzen. Ich gratuliere den 19 Kommunen für die hervorragenden Strategien und Maßnahmen, mit denen sie vorangehen. Sie sind Pioniere der Energiewende”, sagte Bundesumweltminister Norbert Röttgen anlässlich der Auszeichnung der Gewinnerkommunen.

Quelle:
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/48691.php

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Bundesnetzagentur veröffentlicht Bericht zur Situation im Stromnetz im Winter 2011/2012

Am 7. Mai 2012 hat die Bundesnetzagentur den „Bericht zum Zustand der leitungsgebundenen Energieversorgung im Winter 2011/12“ veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Eingriffe der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) im letzten Winter deutlich angestiegen sei. Während im Winter 2010/11 bei 39 Fällen eine zwangsweise Einspeisereduzierung angeordnet worden war, waren es im letzten Winter bereits 197 Fälle. In besonderem Maße betroffen waren die Regelzone von 50 Hertz Transmission sowie Schleswig-Holstein in der Regelzone von Tennet. Ebenfalls stieg das Volumen der Redispatch-Maßnahmen, das sich im Winter 2010/11 auf 100150 MWh belief und 2011/12 auf 2141000 MWh stieg. Besonders im Februar kam es zu einer sehr hohen Auslastung von Leitungstrassen. Regelenergie zur Stabilisierung des Netzes musste u. a. mit Hilfe von 1295 MW Kaltreserve (360 MW aus Deutschland, der Rest aus dem Ausland) und Zukäufen an der Strombörse beschafft werden. In zwei Fällen griff die BNetzA auf Zwangsmaßnahmen zur Einspeisung zurück. Für den nächsten Winter rechnet die BNetzA mit einer ähnlichen Situation der Stromversorgungsnetze, allerdings sei dann eine erneute Gasunterversorgung unwahrscheinlich.

Quelle:
http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1911/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2012/120507_NetzberichtWinter.html?nn=65116

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BMWi berät Organisation des künftigen Stromgroßhandelsmarkt

Auf dem zweiten Kraftwerksforum hat das Bundesministerium für Wirtschaft (BMWi) jüngst zusammen mit den Ländern und Verbänden über ein zukunftsfähiges Design der Stromgroßhandelsmärkte beraten. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie der Stromgroßhandelsmarkt organisiert werden muss, damit auch in Zukunft die Sicherheit der Stromversorgung garantiert bleibt. Grundlage der Beratungen im Kraftwerksforum war ein umfassendes Gutachten zum Strommarktdesign, das das Energiewirtschaftliche Institut der Universität zu Köln (EWI) im Auftrag des BMWi erstellt hat. Die Wissenschaftler kommen in ihrem Gutachten zu dem Ergebnis, dass die Gewährleistung der Versorgungssicherheit zunehmend eine Herausforderung für den Stromgroßhandelsmarkt sein wird. Aus der Vielzahl verschiedener Kapazitätsmechanismen, die diskutiert und in verschiedenen Ländern auch bereits genutzt werden, prüfen die Gutachter zwei Modelle auf ihre Fähigkeit, hinreichend viele Kraftwerksinvestitionen zu generieren. Aus Effizienzgesichtspunkten empfehlen sie ein wettbewerbliches Modell, bei dem Kapazitäten im Bieterwettbewerb erworben werden und der Spotmarkt weitgehend unbeeinflusst bleibt („Versorgungssicherheitsmarkt“). Das Alternativmodell „Strategische Reserven“ lehnen die Wissenschaftler aufgrund einer vorrausichtlich unnötig hohen Strompreisentwicklung ab. Bis zum Sommer des Jahres haben Länder und Verbände Zeit, sich zu den Ergebnissen des Gutachtens und möglichen Schlussfolgerungen zu äußern.

Quelle:

http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=486306.html

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Dämpfer für die Pläne zur Kürzung der Solarförderung

Das Vorhaben des Bundesumweltministers Norbert Röttgen (CDU) künftig die Mittel für die Solarförderung in Deutschland deutlich zu kürzen, hat heute bei der Sitzung des Bundesrats vorerst einen Dämpfer erlitten.

Sowohl die rot-grün regierten Länder des Bundesrats sowie mehrere Länder mit CDU-Führung stppten die Pläne Röttgens indem sie für eine Anrufung des Vermittlungsausschusses stimmten.Vom Tisch ist der Reformvorschlag damit jedoch nicht. Wenn sich  der Vermittlungsausschuss von Bund und Ländern der Sache annimmt, kann es höchstens zu Abmilderungen kommen.

Deutscher Standort sieht Existenzbedrohung

Die von der Bundesoposition geführten Länder hatten sich schon früh gegen die Vorschläge des Bundesumweltministers ausgesprochen, so war mit ihrem Votum bei der jetzigen Sitzung zu rechnen. Als Niederlage Röttgens dürfte jedoch gewertet werden, dass auch die ostdeutschen CDU-Länder Thüringen, Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen sich dem Votum anschlossen.
Dies ist nicht verwunderlich, schließlich haben gerade in den ostdeutschen Ländern viele wichtige Solar-Unternehmen ihren Hauptsitz  Etliche Unternehmen – darunter die größten Solarfirmen Deutschlands – haben innerhalb kurzer Zeit Insolvenz angemeldet, andere leiden weiterhin unter der Konkurrenz aus Asien, die billiger produziert.

Quellen:
DPA
http://www.sueddeutsche.de/politik/bundesrat-kuerzungen-der-solarfoerderung-gestoppt-vorerst-1.1354530
http://www.rp-online.de/politik/deutschland/roettgens-solarkuerzung-von-bundesrat-gestoppt-1.2827925

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E.on Ruhrgas: Netz-Verkauf steht kurz bevor

Mitte nächster Woche bahnt sich eine Entscheidung über die Zukunft des Ferngasnetzes von E.on Ruhgas an. Laut Medienberichten steht der bereits angekündigte Verkauf des Netzes kurz vor der Tür. Bis zum 16. Mai können demnach können Interessenten ein letztes Angebot für die in Essen sitzende E.on-Tochetergesellschaft Open Grid Europe abgeben, in deren Besitz das 12.000 Kilometer lange Netz derzeit ist.

Ernszunehmende Bieter sind laut Quellen der RHeinischen Post der französische Energiekonzern GDF Suez, der belgische Gaskonzern Fluxys, der Versicherer Allianz und die australische Bank Macquarie, die 2010 bereits das Ferngasnetz von RWE übernommen hatte.

In Gewerkschaftskreisen wird ein Einstieg von GDF kritisch gesehen, weil sie möglicherweise Verwaltungsaufgaben von Frankreich aus erledigen und Stellen streichen will. E.ON erhofft sich vom Verkauf einen Erlös von zwei bis drei Milliarden Euro.

Quelle:
http://www.rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/frist-fuer-ruhrgas-netz-verkauf-laeuft-ab-1.2822715

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Unterwasser-Ballons speichern Windenergie

Aus Forschungsarbeiten von Wissenschaftlern der University of Nottingham geht hervor, dass am Meeresboden verankerte Ballons genutzt werden könnten, um überschüssige Energie von Offshore-Windfarmen für späteren Bedarf zu speichern. An windarmen Tagen könnten die Druckluft-Depots nach Bedarf angezapft werden, um die Turbinen in Bewegung zu setzen. Das Speicherpotenzial ist dabei durchaus groß. Bei dem Verfahren würden die Forscher den Energieverlust und die durch die Speicherung verursachten Kosten relativ gering halten. Der größte Verbrauchsposten des Prozesses stellt das Aufblasen der Ballons dar, wozu ein Teil der überschüssigen Energie verbraucht werden muss. Um die komprimierte Luft sicher in ihren Behältnissen zu verwahren, wäre es dank des Wasserdrucks in Tiefen von rund 600 Meter nicht erforderlich, dickwändige Behältnisse zu errichten. Die Ballons selbst sind aus einem hochperformanten Kunstgewebe, das in der Luftfahrttechnologie verwendet und werden von Ballast-gefüllten Stahlkonstruktionen in der Tiefe gehalten. Laut Projektleiter Seamus Garvey könnte ein Ballon Druckluft mit einer Wertigkeit von 70 Megawattstunden aufnehmen. Dies entspricht dem Betrieb einer Großturbine über 14 Stunden.

Quelle:
http://www.pressetext.com/news/20120421003

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Neuer Staatssekretärs-Steuerungskreis stimmt weitere Schritte der Bundesregierung zur Umsetzung der Energiewende ab

Die Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sind sich einig: Das im Sommer 2011 beschlossene Maßnahmenpaket zur Energiewende wird weiter zügig umgesetzt. Bei der Auftaktsitzung des neu eingerichteten Steuerungskreises Energiewende wurden unter dem gemeinsamen Vorsitz von Staatssekretär Stefan Kapferer (BMWi) und Staatssekretär Jürgen Becker (BMU) mit den anderen beteiligten Ressorts der Umsetzungsstand beim Umbau der Energieversorgung diskutiert und die nächsten konkreten Schritte abgestimmt.

Staatssekretär Kapferer: “Die Bundesregierung zieht knapp ein Jahr nach den Energiewendebeschlüssen weiter an einem Strang. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Umsetzung der Energiewende. Der Fokus liegt dabei in den fünf Handlungsfeldern Netzausbau, Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kraftwerke sowie Energieforschung und Speichertechnologien.”

Staatssekretär Becker: “Die Energiewende ist in vollem Gang. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien schreitet zügig voran und wir werden die Dynamik und den breiten Rückhalt der Energiewende in der Bevölkerung nutzen, um auch schwierige Fragen zügig zu lösen.”

Beide Staatssekretäre der bei der Energiewende federführenden Ressorts begrüßten die konstruktive Atmosphäre in der ersten Sitzung des Steuerungskreises.

Der neu eingerichtete Steuerungskreis, dessen Vorsitz das Bundeswirtschaftministerium und das Bundesumweltministerium gemeinsam führen, soll halbjährlich zusammentreten. Dabei berichten die Ressorts über den Stand zur Umsetzung der Energiewende, setzen Schwerpunkte, ziehen Zwischenbilanz und stimmen die nächsten Schritte ab.

Quelle:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Presse/pressemitteilungen,did=486664.html

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Wissenschaftliches Gutachten weist auf Schwierigkeiten für die mögliche Einführung einer Energieeinsparquote in Deutschland hin

Die drei Institute Fraunhofer ISI, Öko-Institut und Ecofys haben ein wissenschaftliches Gutachten vorgelegt, in dem eine Kosten-Nutzen-Analyse der möglichen Einführung eines Energieeinsparquotensystems und eines Energieeffizienz-Fonds in Deutschland durchgeführt wird. Zusätzlich wird in dem Gutachten untersucht, wie demgegenüber die Erweiterung und Verbesserung des bereits bestehenden Instrumentariums der Energieeffizienzpolitik zu bewerten ist.

Insbesondere über das Instrument eines Energieeinsparquotensystems wird aktuell bereits im Rahmen der laufenden Verhandlungen über eine neue EU-Energieeffizienzrichtlinie intensiv diskutiert. Der Richtlinienentwurf der Europäischen Kommission sieht diesbezüglich vor, dass ein solches System verpflichtend in allen EU-Mitgliedstaaten eingeführt werden soll. Vor diesem Hintergrund können die Ergebnisse des Gutachtens auch für die weiteren Verhandlungen über die EU-Energieeffizienzrichtlinie einen wertvollen Beitrag leisten.

Das Gutachten weist in diesem Zusammenhang auf eine Reihe von Schwierigkeiten hin, die mit der Einführung eines Energieeinsparquotensystems in Deutschland verbunden wären, insbesondere:

  • Die Energieeinsparquote ist nicht gut dazu geeignet, den Großteil der bestehenden wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale insbesondere im Gebäudebereich zu heben. Demgegenüber sind andere Instrumente wie zum Beispiel die bereits von der Bundesregierung im Rahmen verschiedener Programme eingesetzte finanzielle Förderung oder Steuervergünstigungen hierzu wesentlich besser geeignet.
  • Die Analyse der Gesamtkosten zeigt zudem, dass auf dem Weg zur vollständigen Hebung der wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale das Instrument der finanziellen Förderung diese Potenziale zu einem deutlich besseren Kosten-Nutzen-Verhältnis hebt als das Instrument der Energieeinsparquote.
  • Darüber hinaus wird auf verschiedene weitere Schwierigkeiten der Energieeinsparquote hingewiesen. Dies betrifft unter anderem deren im Vergleich nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten zur weiteren Entwicklung des Marktes für Energiedienstleistungen, mögliche Wettbewerbsverzerrungen in diesem Markt oder den Anstieg der Energiepreise für die Endverbraucher.

Das Gutachten kommt insgesamt zu dem Ergebnis, dass die in Deutschland vorhandenen wirtschaftlichen Energieeinsparpotenziale durch die Erweiterung und Verbesserung des bestehenden Instrumenten-Mix aus finanzieller Förderung, Ordnungsrecht sowie Information und Beratung gehoben werden können. Für einen ergänzenden Einsatz neuer Instrumente wie einer Energieeinsparquote oder einem Energieeffizienzfonds spricht vor allem die Haushaltsunabhängigkeit der Finanzierung. Dieser Vorteil sollte jedoch sorgfältig gegen die möglichen nachteiligen Effekte abgewogen werden.

Das Gutachten wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) sowie der Bundesstelle für Energieeffizienz (BfEE) in Auftrag gegeben.

Quelle:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/Energie/Energieeffizienz-und-Energieeinsparung/energieeinsparung,did=486782.html

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Überprüfung der europäischen Kernkraftwerke wird fortgesetzt – EU stellt Aktionsplan auf

Die Leiter aller europäischen atomrechtlichen Aufsichtsbehörden und die Europäische Kommission habeletzte Woche  in Brüssel den von einem internationalen Expertenteam vorgelegten Bericht zur Überprüfung der Kernkraftwerke in der EU und das weitere Vorgehen beschlossen. Das Bundesumweltministerium hat sich dabei nachdrücklich dafür eingesetzt, dass dieser in Europa zum ersten Mal durchgeführte gemeinsame Prozess mit konkreten Schritten fortgesetzt wird. Auf der Basis der Ergebnisse wird nun kurzfristig ein Aktionsplan aufgestellt.

Der Bericht hat für Maßnahmen zur weiteren Erhöhung der Sicherheit der KKW in Europa vier wichtige Schwerpunkte hervorgehoben:

  • Weiterentwicklung der Bewertung von naturbedingten Einwirkungen insbesondere im Hinblick auf die Robustheit der Anlagen;
  • Notwendigkeit, im Rahmen periodischer Sicherheitsüberprüfungen alle zehn Jahre auch die Sicherheitseigenschaften der Standorte zu überprüfen;
  •  Sicherstellung der Integrität des Sicherheitsbehälters bei schweren Unfällen;
  • Notwendigkeit von Maßnahmen des anlageninternen Notfallschutzes zur Vermeidung schwerer Unfälle und zur Begrenzung ihrer Auswirkungen.

Deutschland hat zusammen mit anderen Staaten erreicht, dass ein gemeinsamer Aktionsplan aufgestellt wird, der die folgenden Ziele beinhaltet:

  • Umsetzung der Empfehlungen aus dem Bericht zum Stresstest;
  • Umsetzung des im Hinblick auf Fukushima aufgestellten Aktionsplans der IAEO
  • Berücksichtigung der Ergebnisse der Sonderkonferenz zum Übereinkommen über nukleare Sicherheit im   August 2012;
  • weitere Vorort-Besuche in den Kernkraftwerke

Bericht zur Stresstest-Überprüfung in Deutschland

Der Bericht zu Deutschland zeigt auf, dass für die drei zentralen Sachthemen der Überprüfung – externe Ereignisse, Strom- und Kühlwasserausfall, Notfallmaßnahmen – bereits seit vielen Jahren strenge und robuste Anforderungen in den Kernkraftwerken umgesetzt sind. Periodische Sicherheitsüberprüfungen im Abstand von 10 Jahren sind seit 2002 gesetzlich vorgeschrieben und wurden davor auf freiwilliger Basis durchgeführt. Maßnahmen zur Sicherstellung der Integrität des Sicherheitsbehälters sind eingeführt. Das für Deutschland zuständige achtköpfige Experten-Team hob hervor, dass der anlageninterne Notfallschutz in den deutschen Anlagen auf einem hohen technischen Niveau umgesetzt ist, wobei die Leitlinien für den Notfallschutz (dazu gehören z.B. Schulungen) systematischer gefasst werden sollten.

Zusammenfassend empfehlen die internationalen Experten als Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Sicherheit, internationale Vorgehensweisen zur Bewertung von Erdbeben sowie extremer Unwetter stärker zu berücksichtigen. Hierbei geht es nicht um technische Maßnahmen, sondern um wissenschaftliche Annahmen. Das Bundesumweltministerium hat die Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) beauftragt, diese Ergebnisse des EU-Stresstests für die deutschen Kernkraftwerke auszuwerten und bei ihren weiteren Beratungen über mögliche Verbesserungen der Sicherheit zu berücksichtigen.

Im Rahmen des Peer Reviews in Deutschland, der vom 19. bis zum 23. März 2012 stattfand, haben sich Vertreter das Bundesumweltministeriums, der atomrechtlichen Aufsichtsbehörden der Länder, der Gutachterorganisationen GRS und TÜV, der RSK und der Betreiber den Fragen der Experten gestellt. Die Experten hatten das Kernkraftwerk Grafenrheinfeld ausgesucht und sich dort über die Maßnahmen zum anlageninternen Notfallschutz und das Vorhandensein bestimmter Einrichtungen informiert. Eine Gesamtaussage zu der Anlage haben sie nicht gemacht; dies war im Rahmen des europäischen Stresstests auch nicht vorgesehen.

Im deutschen Bericht zum EU-Stresstest vom 31.12.2011 wurden neben Untersuchungen zu den drei Schwerpunktthemen sowie zum Einfluss von Unfällen in benachbarten Anlagen auch die Aussagen der RSK bei der Überprüfung der deutschen Kernkraftwerke im Frühjahr 2011 zu zivilisatorischen Einwirkungen wie Flugzeugabsturz, Gasexplosionen außerhalb der Anlage und terroristische Angriffe einbezogen. Die Darstellungen gehen damit über den in der EU festgelegten Rahmen hinaus.
Hintergrund zu den EU-Stresstests

Diese von den atomrechtlichen Aufsichtsbehörden gemeinsam durchgeführte Bewertung der kerntechnischen Sicherheit ist in Europa erstmals erfolgt. Dieses Vorgehen hat aus Sicht des Bundesumweltministeriums Einblicke in wichtige sicherheitstechnische Eigenschaften und Merkmale der europäischen Kernkraftwerke und in die anlageninternen Notfallschutzmaßnahmen in einem bisher nicht gekannten Maß erbracht.

Die einzelnen, an der Überprüfung teilnehmenden Staaten hatten bis Ende 2011 ihren Bericht an die EU-Kommission übermittelt. In einem zweiten Schritt wurde für jedes Land ein internationales Experten-Team für eine unabhängige Überprüfung (Peer Review) gebildet. Diese Teams haben in den spezifischen Überprüfungsberichten für jedes Land Empfehlungen zur Verbesserung des Sicherheitsniveaus gegeben.

Auf Betreiben Deutschlands wurde im Rahmen der Überprüfungen der europäischen Kernkraftwerke der Schutz gegen einen gezielten Flugzeugabsturz und andere terroristische Gefahren einbezogen. Diese Themen sind Gegenstand eines weiteren Verfahrens, an dem auch Behörden der inneren Sicherheit beteiligt sind. Diese Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen.

Quelle:
http://www.bmu.de/pressemitteilungen/aktuelle_pressemitteilungen/pm/48654.php

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Test Spezial Energie sparen: Jetzt handeln, Kosten senken

In welchen Bereichen kann ich Energie und gleichzeitig Energiekosten sparen? Wie dämme ich am besten mein Haus? Wie finde ich einen guten Energieberater? Das test Spezial „Energie sparen“ der Stiftung Warentest hilft, die besten Lösungen für den eigenen Haushalt zu finden.

Schlechte Verglasung, miserabel gedämmte Außenwände, veraltete Heizungsanlagen oder wenig effiziente Beleuchtung führen zu hohen Ausgaben. Das Spezialheft gibt Tipps, wie man die Stromrechnung und die Heizkosten drastisch senken kann. Schritt für Schritt und konkret mit test-Qualitätsurteilen. Beispielsweise zur Energieberatung, zu Mikro-Heizkraftwerken, Dachdämmsystemen, Kamin- und Pelletöfen, Sparlampen und Ökostromtarifen. Außerdem werden viele Musterrechnungen vorgestellt und weitere ausführliche Hintergrundinfos helfen bei wichtigen Entscheidungen.

Laut einer Onlinebefragung von test.de mit 8.700 Teilnehmern, ist fast die Hälfte der Heizungsanlagen älter als 12 Jahre, annähernd ein Drittel sogar älter als 17 Jahre. Höchste Zeit zum Umrüsten, denn die Heiztechnik hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Der Umstieg auf ein fortschrittliches Heizsystem spart 10 bis 30 Prozent der Heizkosten. Im Spezialheft nachzulesen: alle gut getesteten Kessel für Gas, Öl und Holzpellet, sowie Kombi-Solaranlagen für Heizung und Warmwasser.

Um das Haus zu modernisieren, kann man auf staatliche Fördergelder zurückgreifen. Außerdem sind Bau- und Modernisierungskredite im Moment so günstig wie nie, da die Zinsen niedrig sind.

Das test Spezial „Energie sparen“ ist ab dem 28. April 2012 für 7,80 Euro im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Quelle:
http://www.test.de/test-Spezial-Energie-sparen-Jetzt-handeln-Kosten-senken-4371882-4371884/

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